Die verschiedenen Verb-Typen und ihre Stellung im Satz

 

Das Vollverb

Dazu gehören:

 

  • Verben mit Objekten (transitiv/intransitiv)
  • reflexive Verben ( sich waschen )
  • Verben mit präpositionalen Angaben (sich interessieren für =Akkusativ; halten von = Dativ)
  • Funktionsverben (geben: einen Rat geben / zum Abschluss bringen). Das Verb bildet zusammen mit einem Substantiv das Prädikat.
  • Trennbare Verben und nicht trennbare Verben (einkaufen: ich kaufe ein/ verkaufen: ich verkaufe

 

Die Hilfsverben

 

Hilfsverben: sein/haben (be/have)
(Können auch als Vollverb benutzt werden.) Ich bin 45 Jahre alt. Ich habe Kopfschmerzen.
Hilfsverb: werden (become)

 

Die Hilfsverben benutzt man, um die zusammengesetzten Zeiten (Tempora) zu bilden.

Außerdem benutzt man sie für die Bildung des Passivs und des Konjunktivs.

Sie können auch als Vollverb stehen.

 

 

Die Modalverben

 

Es gibt 6 Modalverben: können, dürfen, müssen, sollen, wollen, mögen

 

Modalverben stehen in der Regel nicht allein, immer mit einem Vollverb. Das Modalverb wird konjugiert und das Vollverb steht im Infinitiv am Satzende.

 

Das Modalverb bringt eine Modalität (Art und Weise) zum Ausdruck. Die Aussage des Satzes ändert sich mit den verschiedenen Modalverben.

 

Wenn die Situation verständlich ist, kann das Vollverb auch weggelassen werden (umgangssprachlich).

 

Ich muss nach Hause gehen. – Ich muss nach Hause.

Kommst du mit? Nein, ich kann nicht (mitkommen).

Willst du eine Pizza (essen)?

 

Die Bedeutung der Modalverben

 

können

Möglichkeit

Fähigkeit

höfliche Bitte

Sie können das Auto jetzt abholen. Es ist repariert.

Helga kann Klavier spielen.

Können Sie bitte das Fenster öffnen?

dürfen

Erlaubnis

Hans darf das Auto hier parken. Es ist erlaubt.

müssen

Notwendigkeit

Anordnung/Befehl

Ich muss noch Hausaufgaben machen.

Du musst jetzt aufpassen, sonst lernst du es nie.

sollen

Rat/Aufforderung

Ich soll jeden Tag eine Tablette nehmen, damit ich wieder gesund werde.

wollen

Wille/Absicht

Ich will nach Amerika.

mögen

Neigung/Vorliebe

Wunsch

Hans mag Schokolade.

Ich möchte bitte eine Tasse Kaffee.

Bildung der Modalverben im Präsens, Präteritum und Perfekt

Präsens

Verwendung infinite Form

Präteritum

Verwendung infinite Form

Perfekt (wird selten benutzt)

Infinitiv des Modalverbs

Du musst schlafen.

Du musstest schlafen.

Du hast schlafen müssen.

Sie kann Klavier spielen.

Sie konnte Klavier spielen.

Sie hat Klavier spielen können.

Die Stellung der Verben im Satz

 

Die Verben nehmen eine bestimmte Position je nach Satztyp im Satz ein.

Es gibt: Aussagesatz, Fragesatz und Nebensatz

 

Im Aussagesatz steht das Verb immer an zweiter Stelle:

 

Präsens: Ich fahre nach Berlin.
Präteritum: Ich fuhr nach Berlin.
Aber: Präteritum: Ich bin nach Berlin gefahren. Zusammengesetzte Zeit: Vollverb steht am Ende.
Plusquamperfekt: Ich war nach Berlin gefahren.

 

Im Fragesatz steht das Verb an erster Stelle, das Subjekt an zweiter Stelle:

 

Fährst du nach Berlin? Hat Susanne heute Geburtstag?

 

Bei den W-Fragen hingegen steht das Fragewort an erster, das Verb an zweiter Stelle. Das Subjekt kommt nach dem Verb.

 

Wohin fährst du? Wo wohnst du?

 

Im Nebensatz befinden sich alle Verbteile am Ende des Nebensatzes:

 

Das konjugierte Verb steht am Satzende: Ich denke, dass sie müde ist.

 

Trennbare Verben werden nicht getrennt: Ich kann jetzt nicht, weil ich aufräume.

 

Bei zusammengesetzten Zeiten steht das Hilfsverb nach der unveränderlichen Form am Satzende.
Ich weiß nicht, ob er heute morgen eingekauft hat. Ich denke, dass er nach dem Sport müde sein wird.
Modalverben stehen am Ende: Ich weiß, dass er Klavier spielen kann.

 

Infinitivsätze mit zu: Es ist verboten, im Restaurant zu rauchen.
Es macht keinen Sinn, länger auf ihn zu warten.
Ich habe keine Zeit, zu kochen.
Relativsätze: Das ist Britta, mit der ich im Urlaub war.
Kennst du den Mann, der dort sitzt?