Heute bei Deutsch lernen durch Storytelling möchte ich euch eine besondere Kurzgeschichte präsentieren. Sie ist in der Tat kurz, aber deshalb nicht weniger interessant.
Wie immer könnt ihr mit dieser Geschichte nicht nur euer Textverständnis, sondern auch euer Hörverständnis verbessern und eure Aussprache trainieren.

Die Geschichte hat mein brasilianischer Lernpartner Victor Pinto aus São Paulo geschrieben.
Ich habe die Geschichte mit Spannung gelesen und eine Übersetzung gemacht. Das ist ab und zu eine gute Übung, um neue Vokabeln zu lernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich der Sprachstruktur der beiden Sprachen festzustellen und natürlich auch weil es Spaß macht.

Ich darf mich glücklich schätzen euch seine Geschichte auf Deutsch vorzustellen. Wenn ihr daran interessiert seid, die Kurzgeschichte im Original zu lesen, dann meldet euch einfach bei mir. Schickt mir einfach eine E-Mail.

Autor: Victor Pinto

Titel: Der Schlaf

Sie schlief noch. Es war bereits 6.30 Uhr (6 Uhr 30) am Morgen. Aber sie musste nicht so früh aufstehen. Ihre linke Schulter und ihr Kopf ruhten auf dem Kopfkissen.

Ich mag es nicht, so zu schlafen. Ich schlafe nur mit dem Kopf auf dem Kissen. Aber jeder schläft anders. Die Art, wie jemand schläft, hat mich schon immer interessiert. Nicht, dass ich so viele Leute schlafen gesehen hätte, nur einige, ich bin bescheiden.

Ihre Füße zeigten in Richtung Wand. Ein Fuß befand sich unter der Bettdecke und der andere außerhalb.

Es gibt Momente, in denen wir Hitze und Kälte gleichzeitig spüren. Das ist merkwürdig. Aber was noch viel merkwürdiger ist und am meisten Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist, wenn sich jemand die Mühe macht, eine solche prosaische Szene zu analysieren, wie die der Umgebung. Nur, dass es nicht die Aufmerksamkeit auf etwas Einzigartiges oder Unglaubliches lenkt, sondern auf die Gleichgültig.

Das Weinglas war noch halb voll, die Flasche leer. Der Computer zeigt noch die letzten aufgerufenen Seiten. Der Kugelschreiber und die Hausschuhe lagen auf dem Boden. Jene Nacht musste eine einsame Nacht gewesen sein.

Jeder schläft auf seine eigene Art, aber alle sterben gleich. Trotzdem ist der Tod wie der Schlaf. Nicht für das, was in ihm ist, sondern für das, was um ihn herum ist. Nach dem Tod oder auch im Schlaf ändert sich nichts. Beide, sowohl der Tod als auch der Schlaf sind stumm.

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