Learn German – Beitrag – 5 Tipps zum Thema Sprachen lernen

5 Tipps, um eine Fremdsprache besser und effektiver zu lernen

Hallo und Moin!
Herzlich Willkommen zum zweiten Teil.
Kommen wir gleich zu den 5 Tipps, 5 Tipps um eine Fremdsprache besser lernen zu können.
5 Ratschläge die dich, wenn du sie einhältst, mit Sicherheit zum Erfolg führen werden.

Wie schon gesagt, Tipp 1:
Du solltest Spaß am lernen haben.
Mir persönlich ist aufgefallen, wenn ich Themen wähle, die mich interessieren und begeistern, dass ich gar nicht das Gefühl habe, zu lernen. Ich bin dann darin so versunken, dass ich nicht merke, dass es sich um eine Fremdsprache handelt. Klar, ich muss Vokabeln, also unbekannte Wörter im Wörterbuch nachsehen und vielleicht den einen oder anderen Satz übersetzen, aber das mindert nicht meine Begeisterung.

Also, mach es dir nicht so schwer, indem du langweilige Texte liest. Such dir Material, das dich interessiert. Beschäftige dich mit Themen, mit denen du dich auch in deiner Muttersprache beschäftigen würdest. Im Internet findest du viele Seiten mit interessanten Texten zum Lernen und viele Videos, die du dir anschauen kannst. Das macht Spaß und das motiviert dich. Und so wird es dir auch viel leichter fallen, neue Wörter zu lernen, also deinen Wortschatz zu erweitern.

Tipp 2:
Übernehme selbst die Verantwortung für’s (für das) Lernen
Mir ist aufgefallen, dass
alle die Leute, die viele Sprachen sprechen, Autodidakten sind, d.h. sie lernen allein.
Sie sind selbst ihr Lehrer. Sie entscheiden, was sie lernen, wie sie lernen und wie viel Zeit sie mit der Fremdsprache verbringen wollen. Es macht keinen Sinn einen Kurs zu besuchen und zu erwarten, dass der Lehrer dir z.B. beibringt, Deutsch zu sprechen. Du musst selbst für das Lernen verantwortlich sein, du musst selbst sprechen. Aber das Schöne dabei ist, du hast die Möglichkeit, es selbst zu entscheiden. Du kannst entscheiden. Zum Beisiel: Du liebst es, sagen wir, die Nachrichten zu hören. Dann höre dir jeden Tag die Nachrichten im Radio an oder du hörst deutsche Musik. Auch gut. Achte aber darauf, dass du Material benutzt, das in etwa deinem Niveau entspricht. Gut ist, wenn es etwas schwieriger ist, damit du auch gefordert wirst. Also, auf geht’s, werde dein eigener Lehrer.

Tipp 3: Verbringe so viel Zeit wie möglich mit der Lernsprache

Wie gerade gesagt, wenn du z.B. einen Kurs besuchst, der nur einmal pro Woche stattfindet, und du vielleicht noch ein paar Hausaufgaben machst, den Rest der Woche aber nicht mehr an deine Fremdsprache denkst, dann wirst du mit Sicherheit scheitern. So wirst du keine Fortschritte machen.

Viel besser und effektiver ist es, jeden Tag ein bisschen zu lernen anstatt nur einmal pro Woche. Warum? Es ist effektiver, weil du mit der Fremdsprache in Verbindung bleibst. Du musst sozusagen eintauchen in die Sprache. Hast du aber nur wenig Zeit, weil du z.B. arbeitest oder Familie hast, ja dann lerne 20-30 Minuten jeden Tag.

Auch gibt es die Möglichkeit, all die Zeiten zu benutzen, die sozusagen verlorene Zeiten sind, z.B. wenn du mit dem Auto oder mit dem Bus zur Arbeit fährst oder du Sport machst oder beim Kochen oder beim Staubsaugen. Setz dir Kopfhörer auf, mach dein Smartphone an, wenn es noch nicht an ist, und los geht’s (geht es). Höre etwas in der Fremdsprache z.B. ein Podcast, Musik, Nachrichten. Das kannst du super nebenbei machen. Ich z.B. lese auf Instagram oder Facebook Beiträge, wenn ich im Supermarkt an der Kasse stehe und warten muss, bis ich daran bin. Kleinigkeiten halt. Aber so kannst du dich mit der Sprache verbinden. Und nun rechne mal aus, wie viel Zeit dir am Tag zum Lernen zur Verfügung steht. Ne (eine) ganze Menge würde ich sagen.

Ach, da fällt mir noch ein, du kannst sogar unter der Dusche üben, indem du mit dir selbst sprichst. Erzähl dir selbst, was du am Tag machen wirst oder was du gemacht hast. Das ist auch ne schöne Übung.

Ja und damit kommen wir zu Tipp 4:
Die richtige Methode

Als erstes muss ich dich enttäuschen. Die richtige Methode gibt es nicht.
Aber es gibt viele gute Methoden und es gilt herauszufinden, welche Methoden für dich effektiv sind, denn jeder lernt ja auf seine individuelle Art und Weise. Der Eine benutzt Flashcarts zum Vokabeln lernen oder schreibt sich die neuen Wörter in ein Heft. Der Andere hingegen liest ganz viel und verzichtet vielleicht auf ein aktives Vokabeln lernen. Ich benutze z.B. ein Heft, in das ich die unbekannten Wörter hineinschreibe, bzw. ich achte darauf, dass ich nach Möglichkeit die Wörter nicht allein benutze, sondern Satzteile aufschreibe, denn manche Wörter haben mehrere Bedeutungen. Also, es ist wichtig sie im Kontext zu betrachten. Meistens denke ich mir auch einen eigenen Satz mit dem neuen Wort aus. So wende ich es gleich an. So wird es besser im Kopf verlinkt. Ich schreibe auch manchmal Synonyme auf. Dadurch kann ich auch andere ähnliche Wörter benutzen. Durch Synonyme kann man übrigens ganz schnell seinen Wortschatz erweitern. Und in einer Unterhaltung z.B. wenn du mal ein bestimmtes Wort nicht weißt, fällt dir vielleicht ein Synonym ein und kannst es stattdessen benutzen. Damit entsteht keine unangenehme Pause während der Unterhaltung.

Welche Methode du zum Vokabeln lernen letztendlich benutzt, muss du für dich herausfinden. Wichtig ist nur, dass du die neuen Wörter regelmäßig wiederholst. Das erfordert ein bisschen Disziplin, aber wenn du dir 5 Minuten am Tag dafür Zeit nimmst, kannst du das leicht schaffen.

Und jetzt wartest du sicher schon auf das eine vielleicht unangenehme Wort – Ja? Grammatik. Ja, Grammatik. Viele Leute haben Schwierigkeiten mit der Grammatik. Nicht weil die Grammatik schwer zu verstehen ist, sondern, ich denke, es ist eher der Fall, dass die vielen Übungen dazu sehr mühevoll, sehr langweilig, und sehr unnatürlich sind. Und das Schlimmste ist, in einem Gespräch hast du gar keine Zeit, die gelernten Regeln so schnell anzuwenden. Wenn du erst das Verb z.B. durch konjugieren musst, damit du die richtige Form benutzen kannst, brauchst du nicht mehr zu sagen, was du sagen wolltest, weil dann ist es schon zu spät und man redet schon über andere Sachen.

Sicher ist, du wirst nicht drumherum kommen, grammatische Regeln zu lernen. Das ist wichtig, um die Struktur der Sprache zu verstehen, aber es sollte meiner Meinung nach nicht der Mittelpunkt des Lernens sein. Vor allem wenn du wenig Zeit hast. Die Anwendung der Grammatik kommt von ganz allein. Es sei denn, du liebst es grammatische Übungen zu machen. Dann mach es. Spaß geht vor.

Nein, was ich meine, ist, Kinder z.B. studieren auch keine Grammatikbücher, die können ja nicht einmal lesen, sie lernen die Sprache auf natürliche Art und Weise. Dadurch, dass sie immer und immer wieder das Gleiche hören, die gleiche Struktur hören. Es ist eine stetige Wiederholung. Darum wiederhole ich mich auch ständig.

Von daher ist es auch eine absolut effektive Methode den Schwerpunkt auf das Hörverständnis zu legen. Also, hören, hören, hören. Höre dir ein Podcast so oft wie du kannst an. Verteil es auf mehrere Tage. Wiederhole das Hören des einen Podcast. Es ist tatsächlich so, dass es sich in deinem Kopf festsetzt und sich automatisiert. Eine Steigerung ist es sogar, wenn du die Technik des „Shadowing“ benutzt. Das heißt, du verbindest das Hören mit dem Sprechen. Wow, das ist absolut genial. Beim „Shadowing“ hörst du jemanden Sprechen und dank einer Transkription, einer Niederschrift, oder sagen wir, dank eines Untertitels kannst du zeitgleich mitlesen. Du liest das Gesprochene also zur gleichen Zeit oder kurz dahinter, laut mit. Wichtig: laut lesen, laut mitlesen! So übst du die Aussprache der Wörter, und du kannst auch die Sprachgeschwindigkeit trainieren. Für mich ist es eine sehr gute Methode. Ich wiederhole das mit einem Podcast sehr oft, damit ich mir auch gleich die Bedeutung der Wörter merke. Ich lerne also auch gleichzeitig Vokabeln. Am Anfang ist es natürlich sehr schwer. Auch das muss man üben. Du musst schließlich erst mal dafür deine Muskulatur trainieren. Also, gib nicht gleich auf. Es braucht ein bisschen Zeit.

Bevor wir mit den Methoden abschließen, möchte ich dir noch das Allerwichtigste sagen. Eine Sprache lernen, ohne zu reden, macht eigentlich keinen Sinn. Es sei denn, du möchtest irgendwann Bücher übersetzen. Aber Kommunikation bedeutet sprechen. Fang so früh wie möglich an, in der Fremdsprache zu sprechen. Such dir Lernpartner, mit denen du sprechen kannst. Oder sprich mit deinen Mitschülern. Hauptsache du sprichst. So wird dein Wortschatz aktiv. Der passive Wortschatz, also dein Verständnis, ist natürlich viel größer als dein aktiver Wortschatz. Aktiviere deinen passiven Wortschatz indem du sprichst. Also, sprechen, sprechen, sprechen.

Ja, und endlich mein 5ter und letzter Tipp:
Mache es dir zur Gewohnheit, deine Fremdsprache zu lernen. Organisiere dich!

Wie gesagt, lerne jeden Tag, auch wenn es nur 10 Minuten sind. Ich meine, mehr als ne (eine) halbe Stunde, wäre natürlich super. Der tägliche Kontakt zur Sprache ist wirklich sehr wichtig. Beziehe die Fremdsprache in deinen Alltag mit ein. Mach dir einen Plan. Schau, wann du tatsächlich etwas mehr freie Zeit und auch Ruhe hast. Am besten ist, dass du auch jeden Tag zur gleichen Zeit lernst. Dann gewöhnst du dich daran und hast es wunderbar in deinen Alltag integriert. Ich z.B. stehe jeden Morgen früher auf, als ich müsste. So habe ich mir freie Zeit geschaffen, die auch wirklich frei ist, denn eigentlich würde ich ja da noch schlafen. Also schau, dass du vielleicht eine halbe oder eine Stunde früher aufstehen kannst. Die Zeit kannst du super gut nutzen, um zu lernen. Wenn es dir Mühe bereitet, früher aufzustehen, dann gewöhne dich langsam daran. Fange mit 10 Minuten an. Das machst du eine Woche, dann nimmst du 15 Minuten. Das machst du auch eine Woche lang, dann 20 Minuten usw. Solange bis du deine optimale Zeit erreicht hast. So entwickelst du eine Gewohnheit. Es wird eine Routine. Es passiert dann alles ganz automatisch. Du stehst auf, lernst, und danach machst du deine alltäglichen Sachen. Wie gesagt, nach ner (einer) gewissen Zeit, ist es ganz selbstverständlich und normal, dass du morgens deine Fremdsprache lernst. Probier es aus! Ich persönlich finde, dass man morgens am besten lernen kann, weil man ausgeruht ist. Ja, man ist richtig frisch im Kopf . Man kann sich dann sehr gut konzentrieren. Aber wie gesagt, ausprobieren, aber nicht ein- oder zweimal, sondern über einen längeren Zeitraum, damit du eine Routine schaffen kannst. Das ist wichtig.

Plane auch deinen Inhalt, also das, was du lernen möchtest, und dies am besten am Abend vorher, so dass du wirklich deine Lernzeit nur für das Lernen benutzt. Schreib dir genau auf, was du am nächsten Morgen lernen möchtest. Ich sag mal beispielsweise: Video von Hans Hansen, Youtube, Hörverständnis trainieren. Gut ist auch eine grobe Wochenplanung zu machen. Aber ich will dich damit nicht erschrecken. Das alles wird sich auch von ganz allein entwickeln. Wenn du erst mal anfängst zu planen, wirst du merken, wie leicht es ist, und du wirst nach und nach deine eigene Planung verbessern und optimieren. Du kannst auch nach dem Lernen jeweils notieren, was genau du gemacht hast. Wenn du das jeden Tag aufschreibst, dann wirst du nach ner Zeit auch deine Fortschritte sehen.

Das sind jetzt natürlich nur Möglichkeiten, um genau festzustellen, was plane ich, was habe ich tatsächlich gemacht und wie sind meine Fortschritte. Das ist aber tatsächlich etwas, was sich nach ner Zeit entwickelt, wie gesagt. Wichtig ist, vor allem am Anfang, mach dir eine Planung für den nächsten Tag. Damit du deine Zeit effektiv nutzen kannst. Alles andere wird mit der Zeit kommen, nämlich dann, wenn du siehst, das es funktioniert und auch Spaß macht, selbst Methoden zu entwickeln.

Das war’s mit den 5 Tipps. Ich hoffe du hast durchgehalten.

Zum Schluss möchte ich dir noch ein Geheimnis verraten. Ein Geheimnis, das eigentlich keines ist.

Wie du hoffentlich festgestellt hast, alle 5 Tipps hängen miteinander zusammen.
Du bist derjenige, der eine Fremdsprache lernen möchte, also bist du es auch, der verantwortlich für das Lernen ist, verantwortlich für die Wahl der Inhalte, also der Materialien, und für die Lernmethoden. Dadurch kannst du dich motivieren und Spaß haben, was die Voraussetzung für deinen Erfolg ist. Du kannst entscheiden, was du lernen möchtest, wann du lernen möchtest und wie viel du lernen möchtest. Und dementsprechend wirst du Fortschritte machen. Wichtig ist, dass du viel hörst. Hören, hören, hören , und dass du viel wiederholst, wiederholen, wiederholen, wiederholen. Und am allerwichtigsten ist, sprechen, sprechen, sprechen. Also alles liegt in deiner Hand.

Wenn du dir darüber klar bist, dann wirst du schnell merken, wie einfach es eigentlich ist, eine Fremdsprache zu lernen.

Also, tauche ein in die Fremdsprache und hab viel Spaß.

Bis dann…Tschüss

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